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03. August 2018 - Rom, Oldenburger Land, Bistum Münster

Wertschätzung durch Papst Franziskus

Oldenburger beenden zufrieden die internationale Messdienerwallfahrt

Bei der XII. Internationalen Messdienerwallfahrt sind in dieser Woche (30. Juli bis 3. August 2018) mehr als 60.000 Ministranten aus 19 Ländern in Rom zusammengekommen. Mitten im Geschehen waren auch 1050 Pilger, die mit dem Bischöflich Münsterschen Offizialat und Höffmann Reisen Vechta unterwegs waren. 700 kamen aus den Kirchengemeinden im Oldenburger Land. Am Samstagmittag (04.08.) werden die Busse zurück in ihren Gemeinden erwartet.

Gruppenfoto vor dem Kolosseum

Vor dem Kolosseum im „Antiken Rom“ versammelten sich 1050 Messdienerinnen und Messdiener mit ihren Gruppenleitern und den Begleitern der Fa. Höffmann Reisen zum großen Foto.

Münsteraner Messdiener in Rom

Mit dem großen Banner vorneweg waren die Messdiener aus dem Bistum Münster stets gut zu erkennen.

Die jungen Pilgerinnen und Pilger haben die Stadt und den Vatikan mit ihrer Begeisterung und ihrem Engagement für den Glauben im Sturm erobert. Neben besonderen Höhepunkten wie der Sonderaudienz mit Papst Franziskus am Dienstagabend (31. Juli 2018), zu der 90.000 junge Menschen kamen, prägten Gottesdienste, Sightseeing und Ferienlagerleben die Wallfahrt. Im Mittelpunkt standen auch persönliche Begegnungen mit „Ministranten-Kollegen“ aus anderen Bistümern und Ländern. Die Wallfahrt stand in diesem Jahr unter dem Motto „Suche Frieden und jage ihm nach!“ (Ps 34,15b).

Weihbischof Wilfried Theising sieht hohen Wert in Messdienerwallfahrt
Für Weihbischof Wilfried Theising hat die Messdienerwallfahrt nach Rom einen hohen Wert. „Sie bringt Jugendliche aus vielen Ländern zusammen und macht die Erfahrung der Weltkirche möglich“, betonte er. Besonders das Treffen mit dem Papst trage dazu bei, sagte der Bischöfliche Offizial. Ihm sei in diesen Tagen auch deutlich geworden, wie sehr diese Wallfahrt die Messdiener des jeweiligen Bistums zusammenbringt und für ihren Dienst vor Ort stärkt, erläuterte er.  „Es war ein phantastisches Erlebnis. Ich werde die nächste Wallfahrt mit allen Kräften unterstützen und wieder dabei sein“, zieht Theising ein sehr positives Fazit.

Messdienerreferent Tobias Fraas ist glücklich über die vielen Teilnehmer
Tobias Fraas, Messdienerreferent im Bischöflich Münsterschen Offizialat Vechta, hat viele Fäden der Wallfahrt gezogen und zusammengehalten. Zur Planung hat er seit 1 ½ Jahren eng mit ehrenamtlichen Verantwortlichen zusammengearbeitet, die Programm vorbereitet, Busgruppen geleitet und zentrale Bausteine der Fahrt koordiniert haben. „Wir hatten viele gute Tage, die ohne Höffmann Reisen so nicht zu realisieren gewesen wären. Ich bin glücklich, dass so viele dabei waren“, sagte Fraas am letzten Tag. „Großartig, dass wir 16 Leuten im Chor und 32 im Sagrato sehr nah beim Papst waren. So hatten viele Gruppen einen Vertreter in der ersten Reihe“, freute sich der Messdienerreferent. „Ein Highlight war Theresa aus Nordenham, die seit dem Handshake mit Papst Franziskus so selig ist“, hob der Vechtaer hervor. Er sei dankbar für viele engagierte Begleitpersonen, die auf ihre Messdiener geachtet haben, „und wir hatten einfach unglaublich gute und engagierte Menschen im Vorbereitungsteam.“ Das Programm sei gut gemischt gewesen und gut angekommen, sagte er.

Jugendpfarrer Holger Ungruhe
„Die Fahrt war für die Messdienerinnen und Messdiener eine tolle Erfahrung“, urteilte Jugendpfarrer Holger Ungruhe abschließend. „Ich bin sicher, dass die Erlebnisse aus Rom mitgenommen werden, in den Alltag der Jugendlichen und in die Kirchengemeinden“, sagte der Priester.

Ilka Sommer, Teilnehmerin aus Sande
„Die unglaubliche große Gemeinschaft mit anderen Jugendlichen, die auch Ministranten sind und Kirche und Glauben nicht doof finden,hat mich beeindruckt“, sagte Ilka Sommer. Die 14-jährige ist zusammen mit 37 Jugendlichen aus Jever, Varel und Wilhelmshaven an den Tiber gekommen. „Toll fand ich das Gefühl der Wertschätzung durch Papst Franziskus für den ehrenamtlichen und oft verspotteten Dienst am Altar“, zeigte sie sich dankbar.

Melanie Schreiber, Pastoralreferentin aus Garrel
„Wenn ich meine Gruppe frage, war es einfach toll in der ewigen Stadt zu sein, dem Papst zu begegnen und viele neue Leute kennenzulernen auch aus vielen Ländern“, sagte Melanie Schreiber, Pastoralreferentin aus Garrel. Alle seien sich einig gewesen, dass sie nochmal mitfahren würden. „Ich finde es wichtig, dass die jungen Menschen die Erfahrung machen konnten, dass man als Christ mit seinem Glauben nicht alleine ist, sondern zu einer großen Gemeinschaft gehört“, resümierte die Gruppenverantwortliche, die mit elf Teilnehmenden nach Italien gekommen war. „Bemerkenswert fand ich den Zusammenhalt in der gesamten Gruppe, jeder war für den anderen da, hilfsbereit und zur Stelle“, hob sie hervor.

Ulrike Averbeck, Gruppenleiterin aus Bakum
„Richtig gefreut haben mich so viele Dinge. Die Feldbetten waren besser als erwartet, unsere Gruppe hat super zusammengehalten, die Organisation war sehr gut, Essen war lecker. Wir hatte einfach gute Stimmung und alle waren gut drauf. Ich würde wiederkommen“, sagt Ulrike Averbeck aus Bakum, die mit 30 Kindern und insgesamt fünf Betreuern an den Tiber gekommen war.  

Linus Siemer, 22, aus Cloppenburg
„Gefallen hat mir die Begegnung mit dem Papst, da waren einfach beeindruckend viele Messdiener“, erzählte Linus Siemer aus Cloppenburg begeistert. In Begleitung von Kaplan Michael Bohne waren sie insgesamt zu zehnt unterwegs. „Ich war gefühlt relativ dicht am Papst, obwohl ich mit der Gruppe so weit hinten auf dem Petersplatz gestanden habe“, berichtete er. Schön sei auch gewesen, dass sie genügend Freizeit hatten und „den Pool auf dem Platz fand ich als Abkühlung wirklich gut.“  

Hendrik Heckmann, Vorbereitungsteam der Wallfahrt, Visbek
„Auch wenn die hohen Temperaturen uns allen zu schaffen gemacht haben, haben alle Teilnehmer ihre gute Laune behalten“, freute sich Hendrik Heckmann. Der 26-jährige Visbeker hat die Wallfahrt seit 1 ½ Jahren ehrenamtlich mit vorbereitet. „Auf dem Campingplatz ist eine tolle Lagergemeinschaft entstanden und ich habe viele neue Leute kennengelernt, die alle eins bewegt: Messdiener sein“, hob Heckmann hervor. „Meine Highlights der Fahrt waren der InstaWalk, ein kreativer Stadtrundgang, und die Audienz, wo wir hinter den Kulissen mitarbeiten durften“, erzählte der langjährige Messdiener.

Ina Menzel, Lemwerder
„Die Papstaudienz ist jedes Mal unbeschreiblich“, stellte Ina Menzel fest, die ehrenamtlich eine Busgruppe aus Barßel, Lemwerder, Bösel und Cappeln begleitet hat. „Da wir aus Lemwerder, also aus der Diaspora kommen, ist es ein besonderes Erlebnis mit so vielen Messdienern gemeinsam zu beten“, erklärte sie. Ein weiteres Highlight sei die Bistumsmesse gewesen. Die Kirche habe eine einzigartige Atmosphäre erzeugt.  „Donnerstag waren wir am Castel Gandolfo. Dort haben wir einiges über die bisherigen Päpste gehört und konnten sehen, wie der Papst dort gewohnt hat“, berichtete die Lemwerderin. In einem Büro sei auf dem Schreibtisch sogar noch eine kleine Bayernfahne als Erinnerung an Papst Benedikt XVI. Ihre Gruppe sei total glücklich gewesen, dass sie noch dahin gefahren sind. „Wir fahren mit vielen neuen Eindrücken nach Hause und denken gerne an die Gemeinschaft mit anderen Messdienern zurück“, fasste Ina Menzel zusammen.

Sarah Tammen, Ganderkesee, Mitglied im Messdienerteam
„Mein absolutes Highlight war der Tag an dem ich für katholisch.de posten durfte“, sagte Sarah Tammen, die als Mitglied des Oldenburgischen Messdienerteams ehrenamtlich als Fotografin bei der Wallfahrt dabei war. Am Tag des Blind Dates übernahm sie für das Katholische Nachrichtenportal katholisch.de den Instagram-Account und postete Bilder und Videos für mehrere Tausend Abonnenten. „Aber auch so war die Wallfahrt total genial“, lobte sie. Die Stadtführung mit Oldenburger Ehrenamtlichen als Experten an den Sehenswürdigkeiten habe ihr besonders gut gefallen „und das Bistumsevent bei uns auf dem Platz.“

Johannes Hörnemann