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28. Januar 2019 - Panama

Weltjugendtag wird zum Freudenfest

Nächstes Mal nach Lissabon

Mit vielen Besucherinnen und Besuchern und jeder Menge Freude und Begeisterung ist der Weltjugendtag (WJT) in Panama zu Ende gegangen. Zu den Abschlussveranstaltungen am Samstag und Sonntag kamen nach Angaben der Organisatoren 500.000 Jugendliche und junge Erwachsene zum Juan Pablo II. – Park vor den Toren von Panama-City. Aus dem Bistum Münster waren knapp einhundert dabei, zehn davon aus dem Oldenburger Land. Bei tropischen Temperaturen pilgerten die Massen zum Abschlussgelände. Dabei wurden sie immer wieder frenetisch von Einheimischen begrüßt und mit Lebensmitteln, Wasser und Erfrischungen versorgt. Panama war ein hervorragender Gastgeber gewesen. Die Organisation sie die beste seit langem gewesen, sagte viele, die schon mehrfach an WJT teilgenommen haben. 

Vigil am Abend

Mit Smartphones erhellen die jungen Menschen gemeinsam die Nacht.

Nei der Abschlussmesse

Ein Teil der Gruppe aus dem Bistum Münster bei der Abschlussmesse, darunter begeisterte Teilnehmer aus dem Oldenburger Land

Blick auf die Bühne

Blick auf die Bühne beim Feiern der Abschlussmesse

Morgenmesse

Messe bei Sonnenaufgang, ganz vorne, Blick nach hinten

bei der Vigil

Maria Meyer aus Vechta (vorne) und Raphael Olberding aus Cloppenburg (hinten) bei der Feier der Vigil

Jubel auf der Bühne

Im Anschluss enterte die Bistumsgruppe die Bühne

Zur Vigil am Samstagabend durfte die Gruppe ein weiteres Mal den Papst begrüßen. Die Lichterfeier, die bei Sonnenuntergang startete, fand bei traumhaften Witterungsbedingungen und konstant angenehmen 25 Grad Celsius statt. Unter freiem Himmel sangen, beteten und schwiegen die Menschen aus allen möglichen Teilen und Ländern der Erde. Die Verständigung klappte problemlos. In seiner Ansprache ermutigte der Papst die Jugend der Welt eindringlich, das Leben mutig zu leben und der Freundschaft, der Solidarität, der Gerechtigkeit und der Liebe immer wieder eine neue Chance zu geben. Der Weltjugendtag als Fest des Glaubens und der Lebensfreude solle die Herzen aller jungen Menschen stärken und verwandeln, so dass sie eine Botschaft der Solidarität und Liebe in die Welt hinaussenden würden.

Mit einem Musikfestival klang der Abend mit spürbarer Lebensfreude aus. Die Übernachtung unter dem Sternenhimmel fiel bei den meisten eher kurz aus, zu spannend waren die Eindrücke vor Ort. Auch die eine oder andere recht große, jedoch ungefährliche Spinne verirrte sich dabei in die Schlafsäcke der Teilnehmenden, doch nach kurzer Gewöhnungsphase waren auch diese Gäste den meisten willkommen.

Am nächsten Morgen ging es früh um 05:30 Uhr aus den Federn. Einem Teil der Bistumsgruppe, darunter die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem Oldenburger Land, kam die Ehre zu, die Abschlussmesse direkt hinter der großen Bühne verfolgen zu können. Der BDKJ-Bundesvorsitzende hatte dazu eingeladen, weil er sich im Gegenzug zur Übernachtung eine Iso-Matte von der Gruppe leihen durfte. Für beide Seiten ein hervorragender Deal. Begeistert feierten die Teilnehmenden ab acht Uhr die Messe mit dem Papst sowie unzähligen Bischöfen und Priestern und hunderttausenden Mitfeiernden. In seiner Predigt betonte das Oberhaupt der katholischen Kirche, dass junge Menschen die Kirche vor Ort und auf der ganzen Welt mitgestalten sollten. „Ihr seid nicht die Zukunft der Kirche – Ihr seid ihr Hier und Jetzt!“, rief er den jungen Leuten zu, die dies mit viel Applaus und Jubel quittierten. Franziskus I. forderte sie dazu auf, der Kirche ein junges und lebendiges Gesicht zu verleihen und damit nicht bis morgen zu warten. Veränderung und Verwandlung der Kirche könne nur dann geschehen, wenn junge Menschen den Mut besäßen, mitzugestalten. Dabei wünschte ihnen der Papst ausreichend mutige Herzen, jede Menge Begeisterung und immer wieder Kraft im Glauben an Jesus Christus.

Für die jungen Menschen aus dem Bistum Münster ist es klar, dass sie den Auftrag und die Ermutigung des Papstes ernst nehmen und der Kirche ein junges Gesicht geben wollen. Sie wollen mitgestalten und verwandeln und so ihrerseits deutlich machen, dass sie das Hier und Jetzt der Kirche sind, damit diese eine Zukunft hat. Und viele wollen beim nächsten WJT in Lissabon dabei sein.

Benedikt Feldhaus