Bischöflich Münstersches Offizialat
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15. Dezember 2018

Riesenchance für die Pfarrei

Jugendkirche in St. Josef gestartet

Die 50 Jahre alte St. Josef Kirche ist jetzt die erste Jugendkirche im Offizialatsbezirk Oldenburg. In den letzten Wochen hatten sich viele Handwerker und Techniker in der Kirche abgewechselt. 350.000 Euro standen für die Umbaumaßnahmen zur Verfügung. Ca. zwei Drittel dieser Summe hatte der Kirchensteuerrat des Offizialatsbezirks als Zuschuss bewilligt, den Rest muss die Kirchengemeinde St. Andreas aufbringen.

Gläserner Christus

Der gläserne Christus von Rupert König

Andacht

Meditative Andacht am Freitagabend

Mädchen bestaunt Christusfigur

Der zehnjährigem Mayra gefällt besonders die gläserne Christusfigur

Stockbrot

Stockbrot bei den Pfadfindern

Anhänger gravieren

Gravieren von Anhängern

Spekulatiushäuschen

Basteln von Spekulatiushäuschen beim Update-Team

Kerzenfärben

Kerzenfärben bei der Kolpingjugend

Josefsfigur

Josefsfigur im Raum der Stille

Nervenkitzel beim Klettern

Nervenkitzel beim Klettern

Beratung

Beratung an der Chill-Out-Lounge

Chillen

Chillen in der Lounge

Leinwand im Chorraum

Leinwand im Chorraum

Zufriedene Besucherinnen

Toll finden Inge Brakel und Bärbel Wingrad die neue Jugendkirche

Indie-Rockband "Nimmer"

Konzert mit der Indie-Rockband "Nimmer"

Den ganzen Samstag fanden in der Kirche Aktionen statt. Schon am Vorabend hatte das Programm in der Kirche begonnen, ca. 25 Jugendliche übernachteten hier mit Kaplan Michael Bohne. Der Tag schloss mit einem Jugendgottesdienst und einem Konzert der Cloppenburger Indie-Rockband „Nimmer“.   

Auffälligstes Element der neuen Jugendkirche sind 400 neue Stühle. Von den alten Bänken sind nur wenige in der Kirche verblieben. Einige wurden zu Verkleidungen der Orgel und zur Umgestaltung der Beichtstühle zu Lagerbereichen verbaut. Aus anderen entstanden die heißbegehrten Engel. Bis unmittelbar zur Eröffnung werkelten die Techniker in der Kirche.

Der Umbau besteht vor allem im Einbau neuer Technik. Eine neue Lautsprecheranlage, die Konzerthallenatmosphäre erzeugt, ein Hochleistungsbeamer über dem Haupteingang, der auf eine elektrisch ausfahrbare 16 qm große Leinwand hinter dem Priestersitz ausgerichtet ist, eine Laseranlage mit 17 Strahlern und vier Spots im Chorraum der Kirche inkl. Steuerungstechnik, eine neue Beleuchtung der Kreuzscheibe und die Umrüstung der alten Pendelleuchten auf LED Leuchten. Die neuen Leuchten haben die doppelte Helligkeit und benötigen trotzdem nur noch ein Drittel des Stroms der alten. Die Licht – und Lasertechnik ist das neuste, was es auf dem Markt gibt. Die neuen, nur 15 Watt starken Deckenlampen erzeugen ein sehr helles und gleichzeitig beruhigendes Licht in der Kirche.

Den ganzen Samstag über kamen Jugendliche in die Kirche – staunend, strahlend, lachend, begeistert. „Cool, super“ war immer wieder zu hören. Draußen gab es Getränke und Stockbrot am offenen Feuer, drinnen eine große Traverse zum Klettern, eine Chill-Out Lounge, einen Escape-Room in der Sakristei, einen Raum der Stille in der alten Taufkapelle, Spieleaktionen, Filme und Musik. Auch viele Erwachsene wollten sehen, wie sich ihre Kirche verändert hatte. „Kommen die Bänke wieder rein?“ Nein! „Früher wäre so was undenkbar gewesen, aber ich finde es toll“, gaben die meisten zu. Jugendmessen, anderes Licht und der Einsatz von Scheinwerfern – „Das gefällt uns auch“. 

Die Jugendkirche soll allen Jugendgruppen offenstehen, erzählte Schulseelsorger Manfred Quatmann. Eingeladen sind nicht nur kirchliche Gruppen und Verbände, sondern auch Schulen. Jeden Monat sind mehrere Veranstaltungen geplant – Liturgie, Theater, Konzerte oder Filme. Quatmann würde sich freuen, wenn die Kirche auch von Gruppen aus der Region benutzt würde. „Dafür brauchen wir die Unterstützung des Offizialats in Vechta“, meinte er.
 
„Ich finde es klasse, dass die Kirchengemeinde St. Andreas ihre Jugendlichen nicht in Kellerräume verbannt, sondern eine komplette Kirche dafür herrichtet“, zollte Stefan Honsel, Mitarbeiter der Jugendseelsorge des Bischöflich Münsterschen Offizialats, den Verantwortlichen in Cloppenburg seinen Respekt. Die Kirchengemeinde habe eine große Vorleistung erbracht. „Die St. Josef Kirche bietet jetzt alle Voraussetzungen für verschiedene Veranstaltungen“. Jetzt hänge der Erfolg des Projekts von starken Kooperationspartnern wie Verbänden und Schulen ab.

„Die Jugendkirche ist eine Riesenchance für die Pfarrei“, bekräftige sein Kollege Benedikt Feldhaus. „Sie wird ein Lernort für die Kirche. Hier lässt sich jetzt austesten, was geht und was nicht geht.“

Ludger Heuer